Chronik von 1860-1960 - Schützenverein Winnigstedt

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Chronik

Aus Vereinschronik und Statuten
Nachdem schon im Jahre 1859 (am 17. und 18. Juni) „auf der Bleiche“ in Gr. Winnigstedt ein Freischießen stattgefunden hatte, wurde im Jahre 1860 die

„Schützengesellschaft zu Gr. Winnigstedt“


gegründet. Sie gab sich am 18. Juli 1860 eine umfangreiche „Verfassung“, in deren 48 Paragraphen genaue Angaben über Zweck des Vereins, über Rechte und Pflichten der Mitglieder und des Vorstandes, über das Königsschießen sowie eine allgemeine Schießordnung enthalten waren.
1860. Das Tanzzelt kostete 150 Reichstaler und musste „nach mündlichem Kontrakt“ in 4 Jahren bezahlt werden. Die erste, heute noch vorhandene Fahne des Vereins wurde wahrscheinlich 1862 gestiftet.

1870 fiel der sonst beim Schützenfest übliche „Kindertanz“ aus, „weil der Krieg mit Frankreich wüthete“, so auch verblieb das Erntebratenfest des Herrn von Hantelmann, der trotzdem die üblichen 2 Thaler Pacht zahlte.
1871 machten sich zum ersten Mal Konjunkturerscheinungen nachteilig für den Verein bemerkbar: „Für Musici, welches 8 Mann von den Goslarer Jägern Hornisten waren, mussten 54 Thaler bezahlt werden; denn wegen der allgemeinen Siegesfeiern waren Musici nicht leicht zu haben.“
1880. "Nachdem die alte Schützengesellschaft für gut befunden hatte, den früheren Verein aufzulösen und einen solchen neu zu gründen, wurde auf den 03. Juli 1880 eine Versammlung einberufen, auf welcher sich auf Grund eines Statuts eine neue Gesellschaft unter der Bezeichnung

Schützenverein zu Gr. Winnigstedt


konstituierte."

Der 1. Schützenmeister wurde Christian Meinecke, 78 Mitglieder unterschrieben das Statut und wurden in einer Stammrolle geführt.

Das alte Zelt, das fortan nur als Trinkzelt benutzt werden sollte, wurde um 50 Fuß vergrößert. Am 03. Oktober 1880 findet „ein kleines Einweihungsfest“ statt.

1882 bildet sich ein "Damenkomitee", das durch freiwillige Spenden von ca. 70 Frauen 151,50 Mark aufbringt zur Beschaffung einer, d.h. der zweiten Fahne, die dem Schützenverein am Schützenfest überreicht wird.

Alle Mitglieder unter 33 Jahren müssen einige Tage vor dem Fest zum Exerzieren mit Gewehr erscheinen und am Probeumzug teilnehmen.
1889 wird von der Gemeinde der Platz vor dem Schützenzelt für 400 Mark gekauft und im folgenden Jahr eingezäunt. Erst im Jahre 1892 baute man hinter dem Schützenzelt (auf Domänenboden) einen Schießstand.

Am 18. Dezember 1909 beschloss man die Errichtung eines neuen Schützenzeltes.

„Herr Heinrich Boog verpflichtet sich, das Zelt lt. Zeichnung und Kostenvoranschlag fix und fertig herzustellen mit Tafeln und Bänken für den Preis von 10.000 Mark.“Diese Verpflichtung wurde eingehalten, obgleich die Tanzfläche aus feinstem Pitschpineholz erstellt wurde. Zur Beschaffung der Geldmittel gab der Verein Aktien zu 20 Mark aus, die eine Laufzeit bis zu 20 Jahren haben sollten. In dem termingemäß fertig gestellten neuen Schützenhaus wurde am 20. und 21. Juni 1910 in großer Aufmachung das 50-jährige Bestehen des Vereins gefeiert.


Die Jahre bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges brachten keine weiteren Höhepunkte im Vereinsleben. Man wirtschaftete sparsam und machte sich Sorgen um einen geordneten Verlauf des Festes, wie zwei Beschlüsse aus dem Jahre 1914 bezeugen:
„Das Konzert am 2. Festmorgen soll durch Trinkgeld beglichen werden.“ „Das Linkstanzen und das Rauchen beim Tanz während des Schützenfestes ist verboten.“
Die Vereinstätigkeit während des Krieges ging zwar weiter, jedoch fielen die Schützenfeste von 1915 bis 1918 aus. Erst 1919 fand wieder ein Fest im üblichen Umfang statt und, um wenigstens etwas nachzuholen, veranstaltete man im Oktober gleich noch ein Volksfest unter der Beteiligung der anderen Vereine.

Im Mai 1920 starb nach 45-jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender der Schützenbruder Christian Meinecke. Der wirtschaftliche Niedergang der Inflationsjahre spiegelt sich in folgenden Protokoll-Eintragungen:

1921. „Da am 2. Schützenfesttage das Königsschießen infolge schlechter Pulverladungen abgebrochen werden musste, weil die Gewehrkugeln nur teilweise die Scheibe erreichten, wurde am selbigen Tage auf allgemeinen Wunsch zur Sprache gebracht, das Königsschießen evtl. beim Kinderfest zu erledigen.

1923. „Der Königspreis soll der Wert von 2 Centner Weizen sein, entweder in barem Gelde oder durch ein vom Vorstand gekauftes Geschenk mit Widmung, je nach Wahl des Königs.“



Die folgenden Jahre bis zur Machtübernahme 1933 verliefen ohne besondere Ereignisse. Das Schützenhaus wurde ab 1926 als Kindergarten für die Kinder aus Groß- und Klein-Winnigstedt zur Verfügung gestellt.

1933. Durch den hiesigen NSDAP Ortsgruppenleiter wurde ein neuer Vorstand vorgeschlagen und vom Landesschützenmeister Schömers bestätigt.

1937 wurde die 1903 beschlossene Satzung durch eine neue ersetzt und im Jahr 1939 an die am 16. November 1903 erfolgte Eintragung des Vereins im Vereinsregister rückgängig gemacht.

Die am 29. Mai 1938 vorgenommene Einweihung des neuen Schießstandes an der heutigen Feldstraße war äußerlich der letzte Höhepunkt in der Vereinsgeschichte vor Ausbruch des 2. Weltkrieges. Die Gleichschaltung fand ihren Abschluss am 03. Juni 1940 mit der Annahme der Einheitssatzung des NSRL (Reichbundes für Leibesübungen). Damit war praktisch die Vereinstätigkeit erloschen, obgleich auch am 27. März 1941 noch eine letzte Generalversammlung stattfand, über die im Protokoll abschließend die in jeder Hinsicht vielsagenden Worte stehen:
„Die Mitglieder nahmen die Vorträge des Vereinsführers aufmerksam zu Gehör und blieben noch einige gemütliche Stunden beisammen.“
In den Wirren der ersten Nachkriegsjahre war natürlich nicht an ein Wiederaufleben des Schützenvereins zu denken, zumal auch das Vermögen des Vereins unter die Sperre der Britischen Militärregierung fiel. Trotzdem war der Schützenverein Winnigstedt einer der ersten Vereine im Kreisgebiet, der wieder ins Leben gerufen wurde. Dazu waren allerdings erhebliche organisatorische und vermögensrechtliche Vorarbeiten zu bewältigen. Den Mittelpunkt dieser Schwierigkeiten bildete das Schützenhaus, das während der Kriegs- und Nachkriegsjahre in seinem baulichen Zustand sehr gelitten hatte. Nachdem es in den ersten Kriegsmonaten als Rauh-Futtersammelstelle gedient hatte, war es vom Oktober 1939 bis zum März 1941 für die Unterbringung von Kriegsgefangenen beschlagnahmt, wofür man jedoch in beiden Fällen ordentliche Pachtpreise zahlte.
Ab Oktober 1942 bis Ende März 1948 wurde es dann von der Rübensaftfabrik Winnigstedt gepachtet und im Wesentlichen zur Lagerung von Rübenschnitzeln benutzt. Da der Schützenverein, wie alle militärischen Organisationen, mit Beginn der Besatzungszeit aufgrund des Kontrollratsgesetzes aufgelöst und sein Vermögen beschlagnahmt war, trat ab 01. Juli 1946 die Besatzungsmacht bzw. der von ihr bestellte Treuhänder als Verpächter auf.
Da einerseits die Rübensaftfabrik ab 1947 kein großes Interesse mehr hatte, das Pachtverhältnis fortzusetzen, andererseits die Gemeindeverwaltung infolge der durch den großen Flüchtlingsstrom geschaffenen Notlage bemüht sein musste, Räumlichkeiten für gemeindliche Zwecke zu beschaffen, trat die Gemeinde im August 1947 an den Treuhänder heran, dass Schützenhaus an sich zu verpachten. Dieser Vertrag kam jedoch wegen der zeitbedingten Zuständigkeitsschwierigkeiten erst am 13. Juli 1948 mit Wirkung vom 01. April 1948 zustande.

In dem fraglichen Verfügungsrecht über das Grundstück kam es im Verlauf des Winters 1947/48 dazu, dass das Schützenhaus der Verwahrlosung verfiel und vor allem der Fußbodenbelag - die Tanzfläche bestand aus feinstem Pitchpineholz - samt Balkenlage restlos ausgeschlachtet wurde. Dass dabei auch die gesamte Inneneinrichtung und die Fensterläden verloren gingen, ist nicht verwunderlich.

Ursprünglich beabsichtigte die Gemeinde, das Schützenhaus zur Einrichtung einer Gemeinschaftsküche für Flüchtlinge und zum Ausbau von 2 Klassenräumen für die Schule zu verwenden. Die Gemeinschaftsküche wurde unverzüglich eingerichtet und in Betrieb genommen.

Die Pläne für den Ausbau von Klassenräumen dagegen wurden fallen gelassen, weil einerseits die Kosten zu hoch gewesen wären, zum anderen aber formale Schwierigkeiten des Mietvertrages und der Baugenehmigung im Wege standen.

Es setzten aber sofort Bemühungen der Gemeinde ein, das Schützenhaus in seinem alten baulichen Zustand möglichst bald wiederherzustellen. Um die hierfür erforderlichen Mittel aufzubringen, wurden erstmalig am 02. September 1948 mit den ehemaligen Vorstandsmitgliedern des Schützenvereins und Herrn Dr. Schröter als bisherigem Pächter Besprechungen aufgenommen. Leider führten die hierbei getroffenen Vereinbarungen und Zusagen nicht zu praktischen Ergebnissen.
Die Gemeinde entschloss sich deshalb, um der Bevölkerung das traditionsreiche Gebäude zu erhalten, nach vielen erregten Aussprachen im Gemeinderat, die Instandsetzung auf eigene Kosten in Angriff nehmen zu lassen. Es wurden von ihr im Geschäftsjahr 1949 mehr als 8.000,- DM aufgebracht. In einer Besprechung am 06. April 1949 legte die Gemeindevertretung den ehemaligen Vorstandsmitgliedern des Schützenvereins aus grundsätzlichen Erwägungen heraus nahe, möglichst bald die Wiederzulassung des Schützenvereins zu betreiben. In einem ersten Schreiben vom 06. April 1949 an den britischen Kreis-Residenz-Offizier leitete die Gemeinde die hierzu erforderlichen Maßnahmen ein. Da der Verein durch die Streichung im Vereinsregister rechtsunfähig war, mussten Liquidatoren eingesetzt werden, um die Vermögensverhältnisse wieder zu ordnen. Hierzu wurden vom Amtsgericht Schöppenstedt die alten Vorstandsmitglieder Julius Keye und Otto Boog bestellt.
Der Verein nach der Neugründung 1950
Am 05. März 1950 wurde schließlich der Schützenverein Winnigstedt von 1860 neu gegründet und seine Wiederzulassung bei der Militärregierung bzw. beim Landkreis Wolfenbüttel beantragt.
In der Gründungsversammlung in der Gastwirtschaft Angerstein traten 50 Einwohner dem Verein bei. In einer Werbeversammlung am 01. Juni 1950 schlossen sich weitere 14 und am Kommersabend des 1. Schützenfestes nach dem zweiten Weltkrieg, am 17. Juni 1950, noch 27 neue Mitglieder dem Verein an.

Am 05. Juni 1950 stellte der neue Vorstand den Antrag auf Freigabe des Vermögens des ehemaligen Vereins, dem durch Beschluss vom 30. November 1950 durch den Allgemeinen Organisationsausschuss in Celle stattgegeben wurde. In diesem Beschluss wurden unter anderem dem Verein auch alle Rechte und Pflichten aus dem mit der Gemeinde Winnigstedt bestehendem Pachtvertrag übertragen.
§ 6 dieses Vertrages bestimmte, dass die Gemeinde bei Aufgabe des Pachtobjekts vor Ablauf von 7 Jahren das Recht hat, von ihrem Nachfolger eine entsprechende Entschädigung für die erheblichen Unkosten zur Instandsetzung des Hauses zu verlangen.
Nun setzten langwierige und hartnäckige Verhandlungen zwischen Gemeinde und Schützenverein ein, unter welchen Bedingungen die Rückgabe des Schützenhauses an den Schützenverein erfolgen sollte. Die Besprechungen begannen am 01. Februar 1951 und wurden erst nach vielen vergeblichen Versuchen am 06. Dezember 1951 durch einen Kompromissvorschlag des Gemeinderates und Schützenbruders Dr. Martin zum Abschluss gebracht. Durch den Vertrag vom 22. Februar 1952 wurde das Schützenhaus mit Wirkung vom 01. Januar 1952 von der Gemeinde an den Schützenverein zurückgegeben.
Nun beginnt bald eine rege Vereinstätigkeit. Unter anderem wird eine Jungschützenabteilung gegründet und der Beitritt zum Kreisschützen-verband beschlossen.
Am 08. November 1952 beim Schützenball wird eine Anzahl Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt. 1953 kann nach einem Geländetausch mit dem Grundstücksnachbarn Weingardt (früher Gemeinde-Backhaus) das ganze Schützenhausgrundstück mit einem neuen Drahtzaun umgeben und damit auch äußerlich wieder ansehnlich gestaltet werden. Erstmalig wird in diesem Jahr auch ein Osterschießen (Mannschafts- und Preisschießen) veranstaltet, das in den folgenden Jahren wegen der großen Beteiligung und des guten Erfolg wiederholt wird.

Nachdem in der Generalversammlung am 20. Februar 1954 Walter Busse zum 1. Vorsitzenden gewählt ist, wird am 22. Mai 1954 eine neue Satzung angenommen und die Wiedereintragung des Vereins in das Vereinsregister beschlossen.

Da inzwischen auch das Kleinkaliberschießen wieder gestattet ist, geht man gleich an den Wiederaufbau des Kleinkaliberstandes, was ebenfalls einen erheblichen Aufwand an Arbeitskraft und Kosten erfordert, da auch das Schießhaus viele Jahre als Behelfswohnung gedient hatte und zum Teil umgebaut war. Die Einweihung wird am 13. Juni 1954 gefeiert.
Im selben Jahr wird auch ein Spielmannszug ins Leben gerufen, der viele großzügige Gönner und Spender findet und unter der geschickten Leitung von Schützenbruder Eugen Conrad bald bei öffentlichen Veranstaltungen und Anlässen zur Ehrung von Vereinsmitgliedern in Erscheinung tritt.
Wie fast überall vollzieht sich auch im Winnigstedter Verein in den ersten Jahren seines Wiederbestehens eine grundsätzliche Wesensänderung der Vereinstätigkeit. Während früher vornehmlich die Geselligkeit gepflegt wurde (durch Feier des Schützenfestes im Sommer und des Schützenballes im Winter) und das Schießen mehr oder weniger nur bei diesen festlichen Anlässen betrieben wurde, tritt jetzt der eigentliche Sportgedanke in den Vordergrund des Vereinslebens. Es finden sich eine ganze Anzahl gut veranlagter Schützen zusammen, die durch eifriges Training bald gute Leistungen im Luftgewehr- und Kleinkaliberschießen erreichen. Durch gute Kameradschaft und Aufbringung erheblicher persönlicher Geldmittel - die Vereinskasse wird lt. Protokoll vom 03. September 1955 durch den aktiven Schießsport nicht belastet – können sie sich bei Vergleichsschießen und Wettkämpfen schnell führende Plätze sichern.


Um das 95. Stiftungsfest im Juni 1955 auch nach außen hin in einem einheitlichen Bild erscheinen zu lassen, wird mit der Uniformierung der Schützen und des Spielmannszuges begonnen. Auf Veranlassung des Schützenvereins wird in einer Besprechung aller örtlichen Vereins-vorstände sichergestellt, dass in Zukunft jedes Fest eines Vereins durch die Teilnahme der anderen Vereine zu einem wahren Volksfest wird, zumal dadurch das Risiko eines finanziellen Misserfolges, wie es bei vielen Veranstaltungen der letzten Jahre drohte, verringert wird.
Der traditionelle Kommersabend des Schützenfestes wird erstmalig im Schützenhaus abgehalten. Der Kreisverbandsvorsitzende Kurt Kramer würdigt den beispielhaften Aufschwung des Schützenvereins Winnigstedt, insbesondere die hervorragenden Leistungen der aktiven Schützen. Langjährige Mitglieder werden durch die goldene und silberne Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes geehrt. Eine Würdigung erfährt das älteste Vereinsmitglied Julius Keye, der dem Verein seit 50 Jahren angehört.

Am inoffiziellen Teil des Kommers nehmen auch Sportler aus Löberitz (ehem. DDR) mit ihren Winnigstedter Sportfreunden teil. Sie werden besonders herzlich begrüßt. Da die Gäste neben der rein sportlichen Begegnung das ganze Schützenfest miterleben können, bietet sich reichlich Gelegenheit zur Vertiefung echter Kameradschaft.
Da der Winnigstedter Verein durch die Erfolge der aktiven Schützen im Kreisverband einen guten Ruf erlangt hat, wird die Delegiertentagung zum

04. Dezember 1955 nach Winnigstedt einberufen und zur Zufriedenheit des Kreisvorstandes und der Delegierten abgewickelt.
Gegen Ende des Jahres wird eine Damenabteilung gegründet. Die, obgleich sie einige gute Schützinnen in ihren Reihen hatte, leider nicht lange aktiv blieb. Bei der Einrichtung der Unterkreise im Kreisverband Wolfenbüttel wird der 1. Vorsitzende des Vereins Walter Busse, Führer des Unterkreises IV und bald darauf der Vereinsadjutant Herbert Grünhage auch Adjutant des Kreisverbandes.

Auch einige andere Schützen gehören in den folgenden Jahren dem Kreisvorstand an.

1957 wird der Verein überrascht durch die Aufforderung des Verwaltungsbezirks Braunschweig, dass der Schützenverein das Schießgelände noch kaufen müsse (DM 616,-). Alle Versuche, von dieser Verpflichtung freizukommen, durch Hinweise auf bezeugte Zusagen der damaligen Siedlungsgesellschaft, scheitern. Nachdem das Schützenhaus auch an die Kanalisation angeschlossen ist, wird 1959 die Wasserleitung zur Toilette verlegt und zunächst die Herrentoilette zeitgemäß hergerichtet. Bis zur Feier des 100-jährigen Bestehen des Vereins werden auch die übrigen sanitären Anlagen des Schützenhauses neuzeitlich verbessert sein und das ganze Innere des Hauses in neuen Farben erstrahlen. Vor allem werden endlich ringsum an den Wänden in Sitzhöhe Hartfaserplatten angebracht, die das seit Jahren beanstandete Verschmutzen der Kleidung verhindert.
Um beim Schießstand die gemütliche Sitzecke im Freien zu erhalten und die Einengung des Standes im ganzen zu beheben, wird dort noch ein Streifen Land erworben, so dass auch dieses Gelände für die Zukunft allen Ansprüchen gerecht wird.
1960. Das Jahr der 100-Jahrfeier für den Verein. Vom 18. bis 20. Juni 1960 wurde groß gefeiert. Das belegt auch die Festzeitschrift des Vereins, die einigen Schützinnen und Schützen noch vorliegt.



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